Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung in der Corona-Pandemie

Auswahl der touristisch relevanten Informationen aus der 14. Bay. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung inkl. Änderungen

    Inzidenz / Krankenhausampel

    Die 7-Tage-Infektionsinzidenz gilt für die Anwendung von 3G (ab Inzidenz 35 als Startpunkt). An die Stelle der 7-Tage-Infektionsinzidenz tritt eine neue Krankenhausampel als Indikator für die Belastung des Gesundheitssystems.

    • Stufe Gelb ist erreicht, sobald bayernweit innerhalb der jeweils letzten 7 Tage mehr als 1.200 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Das entspricht einer bayernweiten Hospitalisierungs-Inzidenz von 9,13 je 100.000 Einwohner. Sobald Stufe Gelb erreicht ist, beschließt die Staatsregierung weitergehende Maßnahmen, beispielsweise:
      (1) Anhebung des Maskenstandards auf FFP2.
      (2) Kontaktbeschränkungen.
      (3) Erfordernis, als Testnachweis einen PCR-Test vorzulegen (außer in der Schule).
      (4) Personenobergrenzen für öffentliche und private Veranstaltungen.

    • Stufe Rot ist erreicht, sobald mehr als 600 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung auf den bayerischen Intensivstationen liegen (maßgeblich sind die Zahlen des DIVI-Intensivregisters). Sobald Stufe Rot erreicht ist, wird die Staatsregierung neben den bereits für Stufe Gelb geltenden Regelungen umgehend weitere Maßnahmen verfügen, um die dann akut drohende Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern.

    3G-Grundsatz

    Zugang haben nur Geimpfte, Genesene oder aktuell Getestete. Dies betrifft öffentliche und private Einrichtungen, Veranstaltungen, Sportstätten, Fitnessstudios, die gesamte Kultur, Theater, Kinos, Museen, Gedenkstätten, Gastronomie, Beherbergung, die Hochschulen, Krankenhäuser, Bibliotheken und Archive, die außerschulischen Bildungsangebote wie Musikschulen und die Erwachsenenbildung, außerdem Freizeiteinrichtungen einschließlich Bäder, Thermen, Saunen, Seilbahnen und Ausflugsschiffe, Spielbanken, den touristischen Reisebusverkehr und ähnliches. Schüler gelten mit Blick auf die regelmäßigen Tests in der Schule als getestet.

    Die Einhaltung der 3G-Regeln muss vom Betreiber kontrolliert werden. Gäste und Besucher sowie Betreiber, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Bußgeld rechnen.

    Ab 19. Oktober müssen in allen Bereichen von 3G / 3G plus / 2G künftig auch die Betreiber, Beschäftigten und Ehrenamtlichen mit Kundenkontakt die dort jeweils geltenden Impf-, Genesenen- oder Testvoraussetzungen erfüllen. Sie müssen einen entsprechenden Testnachweis an mindestens zwei verschiedenen Tagen pro Woche vorlegen.

    Maskenpflicht

    Die FFP2-Maskenpflicht entfällt. Die medizinische Maske („OP-Maske“) ist der neue Maskenstandard. Außerdem wird künftig überall wie folgt differenziert:

    • Unter freiem Himmel gibt es künftig generell keine Maskenpflicht mehr. Ausgenommen sind lediglich die Eingangs- und Begegnungsbereiche größerer Veranstaltungen (ab 1.000 Personen).
    • In geschlossenen Räumen gilt umgekehrt immer eine generelle Maskenpflicht. Ausgenommen sind Privaträume, außerdem der Platz in der Gastronomie sowie jeder feste Sitz- oder Stehplatz, wenn er zuverlässig den Mindestabstand von 1,5 m zu anderen festen Plätzen einhält, die nicht mit eigenen Haushaltsangehörigen besetzt sind. Für Beschäftigte gelten wie bisher auch die arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen.
    • Im ÖPNV und im Fernverkehr gilt die Maskenpflicht ausnahmslos. In Schule und Kita sowie Alten- und Pflegeheime gelten Sonderregelungen.

    Kontaktdatenerhebung

    Ab 15. Oktober 2021 greift die Kontaktdatenerhebung nur noch in Schwerpunktbereichen mit hohem Risiko von Mehrfachansteckungen (spreading):

    • alle geschlossenen Veranstaltungen ab 1.000 Personen
    • Clubs, Diskotheken, Bordelle und vergleichbare Freizeiteinrichtungen sowie gastronomische Angebote mit Tanzmusik
    • körpernahe Dienstleistungen
    • Gemeinschaftsunterkünfte (z.B. Schlafsäle in Jugendherbergen oder Berghütten)

    In allen anderen Bereichen entfällt die Kontaktdatenerhebung.

    Veranstaltungen

    Die bisherigen Personenobergrenzen für private und öffentliche Veranstaltungen entfallen. Für folgende Veranstaltungen (Sport, Kultur, Kongresse etc.) gilt:

    • Bis 5.000 Personen darf die Kapazität zu 100 % genutzt werden.
    • Für den 5.000 Personen überschreitenden Teil darf 50 % der weiteren Kapazität des Veranstaltungsorts genutzt werden.
    • Es sind maximal 25.000 Personen zulässig. Dies entspricht dem Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 10. August 2021. Innerhalb dieses Rahmens dürfen unbegrenzt auch Stehplätze ausgewiesen werden.
    • Wird der Mindestabstand indoor unterschritten, gilt nach den allgemeinen Regeln allerdings ständige Maskenpflicht, die vom Veranstalter zu gewährleisten ist. Hierzu wird es daher auch einen Bußgeldtatbestand für Veranstalter und Teilnehmer geben.
    • Bei Veranstaltungen ab 1.000 Personen muss der Veranstalter ein Infektionsschutzkonzept nicht nur ausarbeiten und beachten, sondern auch unverlangt der Kreisverwaltungsbehörde vorab zur Durchsicht vorlegen.

    Bei Veranstaltungen über 1.000 Personen gilt 3G inzidenzunabhängig indoor wie outdoor.

    Das bisherige Verbot von Volksfesten und öffentlichen Festivitäten entfällt. Volksfeste können im Rahmen von inzidenzunabhängigem 3G und der sonstigen allgemein geltenden Regelungen (Gastronomie im Bierzelt etc.) wieder stattfinden. Die Staatsregierung bekräftigt, dass in der Advents- und Weihnachtszeit vorbehaltlich besonders negativer Entwicklungen der Infektionslage unter freiem Himmel auch Weihnachts- und Christkindlmärkte in Bayern wieder möglich sind. Diese sind ohne größere Einschränkungen wie 3G-Pflicht und Maskenpflicht, Umzäunung der Marktfläche und Ausschankverbot von Alkohol möglich. Einzugehöriges Rahmenhygienekonzept liegt vor.

    Gastronomie

    Es entfällt die coronabedingte Sperrstunde (bisher 1.00 Uhr). Im Übrigen gelten die allgemeinen Regelungen zu 3G und Maskenpflicht. Tanz und Musik werden unter den für Diskotheken geltenden Bedingungen von „3G plus“ zugelassen. Getestete können daher nur mit PCR-Test teilnehmen. Für Schankwirtschaften entfallen die Regelungen, wonach die Bedienung am Tisch erfolgen musste und Abgabe und Verzehr von Getränken an der Theke oder am Tresen nicht zulässig war.

    Beherbergung 

    Es entfallen die bisherigen Einschränkungen, wonach Zimmer nur im Rahmen der Kontaktbeschränkungen vergeben werden dürfen. Im Rahmen von 3G muss bei Ankunft und danach jede 72 Stunden ein Test vorgelegt werden. Im Übrigen gelten die allgemeinen Regelungen insb. zur Maskenpflicht.

    Messen 

    Es entfällt die flächenabhängige Besucherbegrenzung. Stattdessen wird eine neue tägliche Besucherobergrenze von 50.000 Personen eingeführt. 3G gilt inzidenzunabhängig indoor wie outdoor. Die Maskenpflicht richtet sich nach der allgemeinen Grundregel.

    Clubs und Diskotheken

    Seit dem 1. Oktober 2021 können Clubs und Diskotheken wieder geöffnet werden. Der Zugang nach dem 3G-Modell ist nur für Geimpfte und Genesene sowie für Getestete mit PCR-Test möglich. Dies gilt auch für die Beschäftigten mit Kundenkontakt, die sich mindestens zweimal wöchentlich PCR-testen lassen müssen. Laute Musik, Tanz ohne Abstand sowie die Abgabe von Getränken am Tresen ist wie branchenüblich zulässig. Die Maskenpflicht entfällt.

     

    Erleichterungen für Betriebe und Veranstalter mit freiwilligem 2G bzw. freiwilligem 3G plus

    • 2G / 3G plus ist freiwillig und die eigene Entscheidung jedes Veranstalters oder Betreibers
    • Freiwilliges 2G / 3G plus ist in allen Bereichen möglich, in denen bisher 3G gilt - Beispiele: Sportstätten, Theater, Opern, Kinos, Museen, Tagungen, Kongress, Bibliotheken, Musikschulen u.v.m.
    • Wo 2G / 3G plus gilt, sind die Maskenpflicht und das Gebot des Mindestabstands aufgehoben, Personenobergrenzen entfallen. Die Alkoholverbote bei Sport- und Kulturveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen werden aufgehoben.
    • Voraussetzung ist ein strenges Zutrittsregime (Zugangshindernisse, Kontrollen mit Identitätsfeststellung etc.).
    • Missbrauch ist nicht nur bußgeldbewehrt, sondern gefährdet auch die allgemeine gewerberechtliche Zuverlässigkeit dessen, der nicht kontrolliert.
    • Kinder und alle Schüler (weil in der Schule regelmäßig getestet) haben unabhängig von ihrem persönlichen Impfstatus auch zu freiwilligem 3G plus Zutritt.

     

    Häufige Fragen zu den Regelungen beantwortet das Bayerische Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration oder das Bayerische Staatsministerium für Gesundheit und Pflege in ihren FAQs.

    Corona-Hotline der Bayerischen Staatsregierung

    Die Hotline ist täglich von 8.00 bis 18.00 Uhr unter der Telefonnummer von „BAYERN DIREKT – Servicestelle der Staatsregierung“ +49(0)89/122 220 erreichbar. Sie dient als einheitliche Anlaufstelle für alle Fragen der Bürgerinnen und Bürger zum Corona-Geschehen. Mittels eingerichteter Kompetenzbereiche findet eine themenbezogene Weiterleitung statt. Vorgesehen ist die Hotline für Fragestellungen zu gesundheitlichen Themen, den Ausgangsbeschränkungen sowie Kinderbetreuung und Schule sowie zu Soforthilfen und anderer Unterstützung für Kleinunternehmen und Freiberufler.

    Informationen der Industrie- und Handelskammern

    u.a. zu Hygiene- und Parkplatzkonzepten, Kurzarbeit, Soforthilfe und Insolvenzrecht

    IHK Nürnberg für Mittelfranken

    IHK für Oberfranken Bayreuth

    IHK Würzburg-Schweinfurt Mainfranken

    Informationen des Deutschen Tourismusverbandes

    Weiterführende Links

    Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes - Corona-Navigator

    DWIF - Corona-Kompass

    LfA Förderbank Bayern - Liquiditätshilfe durch Kredite und Risikoübernahmen