Maßnahmen der Bayerischen Staatsregierung in der Corona-Pandemie

Mit der Sitzung des Bayerischen Kabinetts am 29. Juni 2021 wurden zahlreiche Erleichterungen beschlossen. Die Kabinettssitzung am 27. Juli 2021 hat Konkretisierungen zur Maskenpflicht sowie erste Weichenstellungen für den Sommer festgelegt.

    Seit 7. Juni 2021 gelten nach der 13. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung (13. BayIfSMV) für den Inzidenzbereich < 100 folgende Maßnahmen (Auszug der Maßnahmen mit touristischem Bezug):

    • Allgemeine Kontaktbeschränkung
      Bei Inzidenz über 50 dürfen sich 10 Personen aus max. drei Haushalten, bei Inzidenz < 50 10 Personen aus beliebig vielen Haushalten gemeinsam aufhalten. Geimpfte und Genesene zählen nach Vorgabe des Bundesrechts bei privater Zusammenkunft oder ähnlichen sozialen Kontakten nicht mit.

    • Maskenpflicht
      In Gebäuden und geschlossenen Räumen besteht für Personal die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske sowie für Besucher FFP2-Maskenpflicht; ebenso unter freiem Himmel soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann.

    • Geplante öffentliche und private Veranstaltungen aus besonderem Anlass (Geburtstags-, Hochzeits-, Tauffeiern, Beerdigungen, Vereinssitzungen etc.) werden wieder möglich:
      Bei einer Inzidenz über 50 draußen bis 50, drinnen bis 25 Personen – bei einer Inzidenz unter 50 draußen bis 100, drinnen bis 50 Personen (zuzüglich Geimpfte und Genese nach Vorgabe des Bundesrechts). Bei einer Inzidenz über 50 bedürfen nicht Geimpfte oder Genesene eines negativen Tests.

    • Handel und Geschäfte
      Bei einer Inzidenz unter 100 wird der Handel allgemein geöffnet. Die für alle Geschäfte bestehenden Auflagen (Hygienekonzept, Kundenbegrenzung auf einen Kunden je 10 qm für die ersten 800 qm der Verkaufsfläche sowie zusätzlich ein Kunde je 20 qm für den 800 qm übersteigenden Teil der Verkaufsfläche) bleiben bestehen. Die Notwendigkeit von Terminvereinbarungen entfällt.

    • Märkte
      Märkte können outdoor wieder sämtliche Waren verkaufen. Überregionale Märkte sollen mit entsprechenden Schutz- und Hygienekonzepten ebenfalls wieder zugelassen werden.

    • Gastronomie
      Die Innengastronomie wird geöffnet und die Gastwirtschaften können drinnen wie draußen bis 1.00 Uhr (bisher 24 Uhr) offen bleiben. Ein negativer Test ist nur bei Inzidenz über 50 erforderlich. Am Tisch gilt die allgemeine Kontaktbeschränkung. Die Regelungen zur Maskenpflicht bleiben bestehen.

      Reine Schankwirtschaften dürfen öffnen. Die Bedienung muss am Tisch erfolgen, die Abgabe und der Verzehr von Getränken an der Theke oder am Tresen sind nicht zulässig.

    • Hotellerie, Beherbergung
      Zimmer können künftig an alle Personen vergeben werden, die sich nach den neuen allgemeinen Kontaktbeschränkungen zusammen aufhalten dürfen (10 Personen, bei Inzidenz über 50 aus max. drei Haushalten). In Gebieten mit einer Inzidenz < 50 muss jeder Gast künftig nur noch bei der Ankunft (nicht mehr wie bisher alle 48 Stunden) einen negativen Test vorweisen, in Gebieten mit einer Inzidenz über 50 bleibt es bei Tests alle 48 Stunden.

    • Freizeiteinrichtungen
      Solarien, Saunen, Bäder, Thermen, Freizeitparks, Indoorspielplätze und vergleichbare Freizeiteinrichtungen, Schauhöhlen, Besucherbergwerke, Stadt- und Gästeführungen, Spielbanken/Spielhallen und Wettannahmestellen können mit Infektionsschutzkonzept wieder öffnen. In Gebieten mit einer Inzidenz über 50 ist ein negativer Test erforderlich. 

      Flusskreuzfahrten sind möglich unter der Voraussetzung eines negativen Tests vor jedem Landgang in Bayern und bei der Einschiffung, wenn diese in Bayern erfolgt.

      Für Museen, Ausstellungen, Gedenkstätten und vergleichbare Kulturstätten wie auch für zoologische und botanische Gärten besteht in geschlossenen Räumen für die Besucher FFP2-Maskenpflicht. Gleiches gilt unter freiem Himmel, soweit der Mindestabstand nicht zuverlässig eingehalten werden kann.

      Clubs und Diskotheken bleiben geschlossen.

    • Messen und vergleichbare Veranstaltungen sind ab dem 1. August 2021 unter bestimmten Voraussetzungen zulässig, z.B. Mindestabstand, 10 m² Veranstaltungsfläche pro Besucher, Testnachweis ohne Rücksicht auf die 7-Tage-Inzidenz, Kontaktdatenerfassung, vorliegendes Hygienekonzept.
    • Für kulturelle Veranstaltungen drinnen wie draußen können künftig nicht nur feste Bühnen, sondern wieder alle geeigneten Stätten genutzt werden (Hallen, Stadion etc.), wenn sie ausreichend Platz bieten, um einen sicheren Abstand der Besucher zu gewährleisten. Bei einer Inzidenz über 50 bedarf es eines Tests. Bei Veranstaltungen unter freiem Himmel sind höchstens 1.500 Zuschauer zulässig. Davon dürfen höchstens 200 als Stehplätze mit Mindestabstand vergeben werden, die übrigen nur als feste Sitzplätze. Indoor gilt hier wie bisher eine Zulassung abhängig von der Raumkapazität, höchstens aber 1.000 Personen.

      Kulturelle Großveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter kann der Veranstalter in Landkreisen oder kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 35 nicht überschritten wird, durchführen; länderübergreifenden Charakter haben kulturelle Veranstaltungen, bei denen ein länderübergreifendes oder internationales Publikum zu erwarten ist
    • Proben von Laienensembles im Musik- und Theaterbereich sind künftig indoor und outdoor ohne feste Personenobergrenze möglich. Die Höchstzahl der möglichen Teilnehmer richtet sich nach der Größe des zur Verfügung stehenden Raums (bei Mindestabstand nach Hygienerahmenkonzept). Außerschulischer Musikunterricht wird ohne Personenobergrenze (mit Abstand) zulässig.
    • Für alle wird Sport (kontaktfreier ebenso wie Kontaktsport) indoor wie outdoor in allen Gebieten mit einer Inzidenz < 100 ohne feste Gruppenobergrenzen möglich. Die zulässige Höchstzuschauerzahl einschließlich geimpfter und genesener Personen bestimmt sich nach der Anzahl der vorhandenen Plätze, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 m zu anderen Plätzen gewahrt ist, und beträgt bis zu 35 % der Kapazität der jeweiligen Sportstätte, höchstens aber 20.000 Zuschauer mit festen Sitzplätzen; Stehplätze sind nicht zugelassen. Die Zuschauer müssen einen Testnachweis vorlegen. Eintrittskarten werden nur personalisiert verkauft und der Veranstalter hat die Kontaktdaten der Zuschauer zu erheben. Der Verkauf, Ausschank und Konsum alkoholischer Getränke in den Sportstätten ist untersagt; offensichtlich alkoholisierten Zuschauern darf der Zutritt zu den Sportstätten nicht gewährt werden.

      Für große Sportveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter kann der Veranstalter in Landkreisen oder kreisfreien Städten, in denen eine 7-Tage-Inzidenz von 35 nicht überschritten wird durchführen. Länderübergreifenden Charakter haben Ligen und Wettbewerbe, an denen Sportlerinnen und Sportler oder Mannschaften länderübergreifend teilnehmen, wie insbesondere Bundesligen, nationale Pokalwettbewerbe, europäische Vereinswettbewerbe und Wettkämpfe der Nationalmannschaften.

    Im Überblick

    Übersicht der wichtigsten Regelungen bis 50

    Übersicht der wichtigsten Regelungen bei Inzidenz über 50

    Entbürokratisierung: Zusätzliche Allgemeinverfügungen der Kreisverwaltungsbehörden sind nur noch bei einer Inzidenz über 100 erforderlich.

    Corona-Hotline der Bayerischen Staatsregierung

    Die Hotline ist täglich von 8.00 bis 18.00 Uhr unter der Telefonnummer von „BAYERN DIREKT – Servicestelle der Staatsregierung“ +49(0)89/122 220 erreichbar. Sie dient als einheitliche Anlaufstelle für alle Fragen der Bürgerinnen und Bürger zum Corona-Geschehen. Mittels eingerichteter Kompetenzbereiche findet eine themenbezogene Weiterleitung statt. Vorgesehen ist die Hotline für Fragestellungen zu gesundheitlichen Themen, den Ausgangsbeschränkungen sowie Kinderbetreuung und Schule sowie zu Soforthilfen und anderer Unterstützung für Kleinunternehmen und Freiberufler.

    Informationen der Industrie- und Handelskammern

    u.a. zu Hygiene- und Parkplatzkonzepten, Kurzarbeit, Soforthilfe und Insolvenzrecht

    IHK Nürnberg für Mittelfranken

    IHK für Oberfranken Bayreuth

    IHK Würzburg-Schweinfurt Mainfranken

    IHK München-Oberbayern (Überbrückungshilfe III)

    Weiterführende Links

    Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes - Corona-Navigator

    DWIF - Corona-Kompass

    LfA Förderbank Bayern - Liquiditätshilfe durch Kredite und Risikoübernahmen