Veröffentlichung 3. Februar 2026

Titelblatt der Nationalen Tourismusstrategie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie, Textauszug sichtbar.

Die Bundesregierung hat Ende Januar 2026 die Nationale Tourismusstrategie (NTS) beschlossen und damit einen übergeordneten Rahmen für die Weiterentwicklung des Tourismusstandortes Deutschland vorgelegt. Ziel ist es, die Wettbewerbsfähigkeit der Tourismuswirtschaft zu stärken und einen stabilen Wachstumskurs zu unterstützen.

Im Mittelpunkt der Strategie stehen Maßnahmen zur Unternehmensentlastung, zum Bürokratieabbau sowie zur Verbesserung der wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Investitionen sollen erleichtert, Wachstum ermöglicht und Beschäftigung im Tourismus langfristig gesichert werden.

Darüber hinaus adressiert die Strategie zentrale Standortfaktoren wie die Anbindung des Reiselandes Deutschland, leistungsfähige Verkehrsverbindungen und einen zukunftsfähigen Mobilitätsmix an Tourismusstandorten. Vorgesehen sind unter anderem Investitionen in eine moderne, effiziente und umweltfreundliche Verkehrsinfrastruktur sowie Entlastungen und Effizienzsteigerungen im Luftverkehr. Auch die Digitalisierung, etwa von Visaverfahren, ist Bestandteil der Maßnahmen.

Mit der Nationalen Tourismusstrategie wird ein Auftrag aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt. Sie bündelt erstmals alle für den Tourismus relevanten Maßnahmen der Ressorts unter dem gemeinsamen Leitziel der Wettbewerbsfähigkeit und berücksichtigt Themen wie Arbeitsbedingungen, Arbeitskräftegewinnung, nachhaltigen Tourismus und die EU-Tourismuspolitik. Der Bund setzt dabei die Rahmenbedingungen und übernimmt eine koordinierende Rolle, während Länder und Regionen weiterhin für Entwicklung, Vermarktung und Finanzierung des Tourismus zuständig sind.

Einordnung durch den Deutschen Tourismusverband

Eine Übersicht der gesetzten Ziele hat der DTV zusammengefasst.